Newsletter Mai 2015
Liebe Familie, Freundinnen und Freunde, Mithelfende, Gönnerinnen und Gönner, Interessierte des Stiftsgartens
Gerne informieren wir Euch / Sie mit dem Informationsbrief über die aktuellsten Entwicklungen im Stiftsgarten. Bitte lest / lesen Sie weiter:
Dahinter steckt viel Arbeit und ich möchte mich gleich an erster Stelle bei der Hausgrafikerin Sylvia Pfeiffer von Formsache bedanken und bei Guido Frefel von „frefel web & co“ für das Aufsetzen der Homepage und die wunderbare Unterstützung bei allen Fragen, die ich zur modernen Kommunikation per Computer habe. Fürs Gegenlesen und die vielen guten Tips herzlichen Dank an Monika Schärer.
Ich empfehle Interessierten in den nächsten Wochen immer wieder mal auf die Seite zu gehen, ich werde sie noch ausbauen und hoffe, dass ich das mit der Schulung von letztem Donnerstag auch hinkriege. Zurzeit fehlen auch noch einige wenige Programmierungen, damit der Newsletter auf die Homepage kommen kann.
Lange habe ich nicht über die Entwicklungen und das Werden des Stiftsgartens berichtet. Was nicht heisst, dass sich nichts getan hat. Im Gegenteil! Es wurde viel gearbeitet damit aus dem so prominent und zentral gelegenen verwilderten Fleckchen der Stiftsgarten wird. So viel, dass einfach keine Zeit mehr für Berichte blieb. Jetzt wird es Zeit für einen kurzen Rückblick und Ausblick.
Rückblick
Mitarbeit:
- Seit Januar läuft die Zusammenarbeit mit dem Projekt „Chancen“ der UPD Bern. Das heisst ich habe einen regelmässigen Mitarbeiter, der zweimal wöchentlich drei Stunden bei jedem Wetter (!) tatkräftig anpackt und so mithilft, die wichtigsten gärtnerischen Arbeiten rechtzeitig zu erledigen. Die Zusammenarbeit ist eine sehr positive Erfahrung: für mich, weil ich die Hilfe so gut gebrauchen kann und Vieles zu zweit einfacher von der Hand geht, für den Mitarbeiter, weil er einen Ort hat, an dem er regelmässig etwas Sinnstiftendes tun kann, seine Sorgen vergisst und auch eine kleine Entschädigung für sich und seine Familie hat. So wie es aussieht, wird er seine Mitarbeit bis Ende Jahr verlängern und die Fachstelle der Katholischen Kirche Bern hat zugesagt, dass sie die Entschädigung bis Ende 2015 finanzieren. Herzlichen Dank auch allen Beteiligten des Projekt Chancen.
- Seit zwei Wochen arbeitet Sabine Blöchlinger jeweils am Montagnachmittag mit. Sie schnuppert Stiftsgartenluft um sich so zu überlegen, ob sie grundsätzlich ins Geschäft einsteigen möchte. Wie und wie viel und wobei, das ist noch offen. Ich freue mich über den regelmässigen Austausch mit ihr über Unternehmerinnensorgen, Fachfragen alternativer Bewirtschaftungsmethoden und über die zeitweise Vertretung im Garten. Schön wäre es, wenn daraus eine langfristige Zusammenarbeit wird, das wie darf und kann in den nächsten Monaten entstehen.
- Offenes Mitarbeiten ist ab sofort Montagnachmittags von 14-17 Uhr und Freitagvormittags von 9 bis 12 Uhr möglich. Manchmal bin ich auch am Samstag im Garten. Wer kommen mag: es empfiehlt sich auf jeden Fall mit mir kurz vorher abzumachen.
Arbeiten im Garten:
- Im Winter beinhaltete die Arbeit das Zurückschneiden der überalterten Zierpflanzen, das Aussieben von Erde, das Umgraben weiterer Gartenstücke, um Wurzelunkräuter und Abfall zu entfernen, der Bau eines Komposts, Auffüllen von Schächten mit Kies, das Einfassen eines Blumenbeetes mit Natursteinen und immer wieder vers. Jätarbeiten.
- Seit der Frühling das Grün zum Wachsen bringt heisst es im Stiftsgarten immer wieder mähen, jäten und pflanzen. Eine grosse Hilfe war dabei der Einsatz der Mitarbeitenden der Firma Fossil. Drei Frauen und drei Männer halfen an einem kühlen Tag ca. 100 Wildstauden im Garten zu pflanzen, vor allem an halbschattigen Standorten unter der zukünftigen Hecke. Die Firma hat auch einen grossen Teil der Pflanzen gesponsert. Wiederum ein Dankeschön! Nebenbei wurde selektiv gejätet und ein erster Feigenbaum gepflanzt.
- Seit 14 Tagen sind nun auch die Gemüsebeeren gepflanzt: Tomaten, Gurken, Auberginen, Peperoni, Peperoncini, Andenbeeren, Zucchini und Kürbisse. Den Erdbeeren zieht die erste Röte übers Gesicht und die im November gepflanzten Strauchbeeren sind alle schon kräftig gewachsen. Ich hoffe auch, dass ich es schaffe die Heidelbeeren zu schützen bevor die Vögel und Insekten sich dran machen.....
- Seit März können die AnwohnerInnen jeweils am Freitag von 9 bis 11 Uhr ihren Kompost vor den unteren Garteneingang stellen damit diese Grünabfälle wieder in tollen fruchtbaren Boden verwandelt werden können.
Arbeiten im Büro:
Mehr Zeit als im Garten verbringe ich immer noch im Stiftsgarten-Büro und bei Sitzungen. Erreicht wurde dabei seit Beginn des Jahres bis heute Folgendes:
- Anerkennung der Gemeinnützigkeit und Steuerbefreiung durch den Kanton Bern
- Erste Überarbeitung der Statuten der Stiftsgarten GmbH
- Abschluss Projekt Sanierung und Wiederaufbau mit Grobkostenschätzung
- Klärung der Zuständigkeit und Finanzierung zwischen Kanton und Stiftsgarten GmbH
- Klärung über die Vertragsform für das Areal
- Entwurf des Baurechtsvertrages für die Stiftsgarten GmbH (in Bearbeitung)
- Überarbeitung des Projektkonzepts für die Mittelbeschaffung
- Budget und Finanzierungsplan
- Erste drei Finanzierungsgesuche
- Gespräche über Partnerschaften mit der Oekonomischen Gemeinnützigen Gesellschaft und mit der Münsterkirchgemeinde Bern
- Planung und Durchführung erster Biogartenkurse fürs HEKS und für Bioterra Bern
- Planung für Jubiläumsaktivitäten des Vereins für Stadtrundgänge „statt land“.
- Erstellung der Texte für die Homepage
- Vorarbeiten und bis zum Aufschalten der Homepage (le voilà!)
- Erstellung einer Hausnummer für den unteren Garteneingang: neu Badgasse 40!!! Schild folgt.
- Lieferung einer Grüntonne für die Winden und Brombeeren.....
Ausblick
- Die Erdbeerernte steht bevor. Die ersten Erdbeeren sind unglaublich gut und süss.
- Der Vertrag für einen Erhaltungsbeerengarten mit Pro Specie Rara ist zum Unterschreiben bereit. Im Sommer werden die vielen verschiedenen Sorten von Beeren mit Tafeln angeschrieben werden.
- Verschiedene Veranstaltungen sind geplant und werden demnächst auch auf der Homepage einsehbar sein: Eine Kräuterveranstaltung am 15. August (Kräuterweih) für Kinder und Erwachsene , eine Lesung in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung „einfach lesen“ am 22. August, ein Abendkurs zu meditativem Gärtnern in Zusammenarbeit mit Bioterra Bern am 24. August. Vom 27. bis 30. August finden dann im Rahmen der Jubiläumsfeier des Berner Vereins für Stadtrundgänge „statt-land“ mehrmals Führungen durch die hängenden Gärten Berns, so auch durch den Stiftsgarten, statt.
- Ich werde versuchen möglichst viele Gesuche für finanzielle Unterstützung zu schreiben und hoffe auf viel Grosszügigkeit. Gerne nehme ich Tips entgegen, wenn noch jemand GönnerInnen und Stiftungen kennt, welche den Wiederaufbau des Stiftsgartens gerne unterstützen möchten.
- Demnächst wird eine endgültige Projektskizze für den Wiederaufbau der Gebäude dem städtischen Denkmalpfleger vorgelegt. Beurteilt dieser die Pläne als positiv, werden wir ein Baugesuch einreichen.
- Der Kanton beginnt noch diesen Sommer mit der Sanierung der Altlasten im oberen Bereich des Gartens. Das betrifft die noch oberirdische Wasserzuleitung zum Nachbargrundstück und den Wiederaufbau der eingestürzten Mauer. Das heisst, zuoberst auf der linken Grundstückseite kann das Gelände dann definitiv Ende Jahr gestaltet werden. Sind die Bauarbeiten abgeschlossen, wird auch der Baurechtsvertrag unterschrieben.
- Ich werde mich in den kommenden Wochen um Verkaufsbewilligungen und –gesetze kümmern, damit die Erdbeeren und Heidelbeeren, erste Sirupe etc. auch verkauft werden können.
Ihr seht / Sie sehen: es wird nie langweilig. Und ich freue mich über jeden Moment, den ich im Garten verbringen darf um zu gärtnern und auch zu beobachten, was da alles fliegt und kriecht, gedeiht und sich entwickelt. Falls du /Sie selbst einmal einen Augenschein nehmen willst / wollen, dann einfach mit mir Kontakt aufnehmen.
Für heute herzliche Maigrüsse
Angela Losert
Projektleiterin Stiftsgarten